Aktuelle Beiträge

Foto: RONALD WITTEK/POOL/AFP via Getty Images
AktuellesBundesligaSpielberichte

Zwei Platzverweise und ein Uth-Fehlschuss – Baumgartner beendet Sieglos-Serie

Gegen den 1. FC Köln feierte die TSG Hoffenheimer in der heimischen PreZero Arena den ersten Sieg seit Anfang Februar. Matchwinner war dabei der junge Christoph Baumgartner, der an allen drei Treffern der Kraichgauer beteiligt war. Neben vier Toren hatte die furiose Partie zwei Platzverweise und einen vergebenen Elfmeter zu bieten.

Im Vergleich zum Remis gegen den SC Paderborn nahm Trainer Alfred Schreuder drei Änderungen vor. Für Bebou, Rudy und den Unglücksraben Bicakcic rückten Rückkehrer Dabbur, Samassékou und Bruun Larsen in die Startaufstellung. Die Grundordnung änderte sich von einem 3-1-4-2 zu einem 4-2-3-1. Grillitsch und Samassékou besetzten dabei die Doppelsechs, Baumgartner die Zehnerposition. Beim 1. FC Köln kamen derweil Drexler, Rexhbecaj und Schmitz für Kainz Hector und Katterbach ins Spiel.

Christoph Baumgartner bringt die TSG in Front (Foto: Ronald Wittek/Pool via Getty Images)

Baumgartner bringt die TSG früh in Führung

Wie bereits beim Remis gegen Paderborn kamen die Hoffenheimer schwungvoll in die Partie und ging folgerichtig nach elf Minuten durch ein Tor von Baumgartner durch die Beine von Torwart Horn in Führung. Kapitän Hübner hatte zuvor die Aktion eingeleitet und Bruun Larsen über die linke Außenbahn geschickt, der im Rückraum den einschussbereiten Österreich fand.

Auch nach dem Tor blieb die TSG zunächst die spielbestimmende Mannschaft und war ab der 26. Minute in Überzahl, nachdem Bornauw Baumgartner mit offener Sohle auf die Wade trat. Schiedsrichter Brych hatte dem Belgier zunächst verwarnt, revidierte seine Entscheidung jedoch nach einer Video-Review.

In der Folge ließ Hoffenheim die Kölner kommen, zwingend wurde der FC aber nicht. So trat lediglich Rexhbecaj durch einen von Posch abgefälschten Schuss gefährlich in Erscheinung. Die TSG erspielte sich derweil wenige Chancen. Bei Baumgartners vermeintlichem Treffer zum 2:0 (42.) stand Vorlagengeber Dabbur knapp im Abseits. Kurz vor dem Halbzeitpfiff prüfte der Israeli noch einmal selbst per Kopf Torhüter Horn, blieb jedoch erfolgslos. Somit ging es mit einem 1:0 in die Kabine.

Rot statt Gelb: Dr. Felix Brych lässt sich durch die Review umstimmen (Foto: imago images)

Hoffenheimer Blitzstart nach dem Wiederanpfiff

Zur zweiten Halbzeit brachte Schreuder Rudy für den bereits verwarnten Grillitsch. Und die TSG brauchte kaum Anlaufzeit. Mit einer butterweichen Flanke von der rechten Strafraumlinie fand Skov nicht einmal eine Minute nach Wiederanpfiff Baumgartner, der gegen die Laufrichtung von Horn einnickte.

Nur zwei Minuten später kam es für die Kölner noch dicker. Durch eine ansehnliche Kombination spielte sich die TSG in den Strafraum, wo Doppeltorschütze Baumgartner per Hacke Steven Zuber freispielte. Der Schweizer schob sicher flach ins rechte Toreck zum 3:0 ein. Doch die Entscheidung war das noch nicht. So brachte Hübner die Kölner durch seine Gelb-Rote Karte wieder ins Spiel. Bereits nach drei Minuten hatte der Kapitän durch eine ungestüme Grätsche gegen Drexler die erste Verwarnung kassiert. In der zweiten Halbzeit rauschte Hübner erneut am Ball vorbei und traf er den Kölner Mittelfeldspieler strafbar.

Nach dem Platzverweis nahm die TSG, wie bereits in der ersten Hälfte, den Schwung aus der Partie. Der Vorlagengeber zum 1:0, Bruun Larsen, musste den Platz für Nordtveit verlassen, der Hübners Position übernahm. Der Norweger erlebte einen denkbar schlechten Einstand und lenkte in der 60. Minute einen Schuss von Drexler unhaltbar für Torwart Baumann ab. Nach dem Kölner Anschlusstreffer beschränkten sich die Kraichgauer ausschließlich auf das Verteidigen der Führung. Konterangriffe über den, für Dabbur eingewechselten, Bebou waren dabei Mangelware.

In Hoffenheim weiter gerne gesehen: Mark Uth vergibt gegen Baumann (Foto: imago images)

Uth scheitert vom Punkt an Baumann

In der 77. Minute bot sich für Köln die Riesenchance auf das 3:2. Wieder war es Nordtveit, der unglücklich agierte. Der Innenverteidiger schoss nach einer Kölner Hereingabe den eigenen Arm an, Schiedsrichter Brych wertete den Einsatz nach erneuter Video-Review als strafbar und zeigte auf den Punkt. Doch, wie bereits beim Remis am vergangenen Sonntag gegen Düsseldorf, scheiterte Ex-TSG-Stürmer Mark Uth vom Elfmeterpunkt am Torhüter.

In der Folge machte nur noch Köln das Spiel. Vor allem durch Flanken auf die eingewechselte Doppelspitze aus Modeste und Terodde wollten die Rheinländer zum Erfolg kommen. Die Hoffenheimer, die sichtlich auf dem Zahnfleisch liefen, konnten die Kölner Versuche jedoch sicher klären. Die beste Chance in der Schlussphase hatte dabei erneut Rexhbecaj (89.).

Am Ende blieb es beim 3:1 für die TSG, die nach sieben sieglosen Spielen wieder einen Dreier einfahren konnte und damit auf den siebten Platz klettert. Die Kölner warten weiterhin auf den ersten Sieg nach dem Re-Start und haben sechs Spieltage vor Schluss sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz.

0 0 vote
Article Rating
Abonnieren
Benachrichtige mich bei
guest
0 Comments
Inline Feedbacks
View all comments

Top Reviews

ANZEIGE

Video Widget

gallery

0
Would love your thoughts, please comment.x
()
x