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Zwei Fünfer, Raum als Lichtblick – Einzelkritik nach dem 1:2 gegen Bochum

Die internationalen Hoffnungen der TSG Hoffenheim haben erneut einen Dämpfer erhalten. Die Kraichgauer verlieren das Bundesliga-Heimspiel gegen den VfL Bochum mit 1:2 (0:1). Während die Gäste ihren Doppelpacker Takuma Asano feierten, blieben die Kraichgauer hinter ihren Ansprüchen zurück. Die TSG-Spieler in der Einzelkritik.

Der Spielfilm

Per Distanzschuss brachte Asano den VfL in Führung (28.). Ausgangspunkt war ein langer Ball von Keeper Manuel Riemann auf den Japaner, der von links nach innen zog und den vorhandenen Platz mit einem trockenen Abschluss nutzte. Kurz vor dem Seitenwechsel verpasste Milos Pantovic das 0:2 (45.).

Zu Beginn der zweiten Hälfte erwischte die TSG ihre beste Phase. Andrej Kramaric stand gleich zweimal vor dem Ausgleich (49./51.), ehe David Raum den Ball in den rechten Winkel schlenzte (54.). Inmitten der Hoffenheimer Druckphase überrumpelten Riemann und Asano erneut die TSG-Defensive. Der Japaner setzte sich an der Mittellinie gegen Florian Grillitsch durch und schob im Eins-gegen-Eins gegen Oliver Baumann zur Bochumer Führung ein (59.). Die TSG wehrte sich zwar gegen die dritte Heimniederlage, doch Kramaric (78.) und Rutter (87.) vergaben die aussichtsreichsten Gelegenheiten.

Damit verpasste Hoffenheim den vorübergehenden Sprung auf Rang vier. In der Tabelle weilt die TSG mit 44 Punkten weiterhin auf dem sechsten Platz. Wie zuletzt bei der 0:3-Niederlage in Berlin konnte die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß den Patzer des SC Freiburg nicht nutzen.

Die Einzelkritik

Oliver Baumann: Zu Beginn mit einer kleinen Unsicherheit gegen Stafylidis (4.). Erkannte schnell, dass die TSG ihren gewohnten Spielaufbau gegen aggressive und gut organisierte Bochumer nicht durchbringen konnte. Überspielte das Mittelfeld daher häufig mit überlegten langen Bällen. Note: 3,5.

Kevin Akpoguma (bis 46.): Völlig gebrauchter Nachmittag. Gegen Asano mehrmals mit falschem Timing. Blieb auch deshalb beim 0:1 zu passiv und holte sich gegen den Bochumer Flügelspieler seine fünfte Gelbe Karte ab. Die Auswechslung zur Pause war nachvollziehbar. Note: 5.

Florian Grillitsch: Wurde von den Bochumern zunächst aus dem Spiel genommen. Kam eigentlich besser ins Spiel, je länger es dauerte, machte allerdings den entscheidenden Fehler zum 1:2: Asano nach Riemanns Abschlag erst einmal zu stellen, wäre die bessere Option gewesen. Note: 5.

Kevin Vogt: Zu Beginn mit dem ein oder anderen Stockfehler, gleichzeitig jedoch der stabilste TSG-Verteidiger des Nachmittags. Kassierte in der Nachspielzeit eine harte, aber auch unnötige fünfte Gelbe Karte. Note: 4.

Pavel Kaderabek (bis 46.): Blieb im Gegensatz zu seinem Pendant Raum zu blass auf seiner Seite. Unterstützte Akpoguma gegen den flinken Asano zu selten. Note: 4,5.

David Raum: Kam wie gewohnt mit viel Wucht und Tempo über seine linke Seite. Allerdings kam nur eine von neun Flanken beim eigenen Mitspieler an. Dafür mit einem traumhaften Schlenzer zum zwischenzeitlichen Ausgleich. Auch er holte sich seine fünfte Gelbe Karte abseits des Spielgeschehens ab. Note: 2,5.

Sein Schlenzer konnte die Niederlage nicht verhindern: David Raum traf kurz nach der Pause zum 1:1 (Foto: Christian Kaspar-Bartke/Getty Images).

Diadié Samassékou (bis 84.): Musste sich ins Spiel arbeiten, da beide Teams das Mittelfeld in der ersten Halbzeit überbrückten. Zwar mit gewohnt guter Zweikampfführung, aber ohne große Offensivimpulse. Note: 3.

Angelo Stiller (bis 71.): Unauffällige Partie, weil die Bälle zumeist über ihn hinwegflogen. Leitete eine große Kopfballmöglichkeit für Kramaric per Flanke ein (49.). Note: 4.

Christoph Baumgartner: Viel unterwegs. Blieb in Eins-gegen-Eins-Duellen jedoch oft hängen. Gute Übersicht vor der zweiten Kramaric-Chance nach dem Seitenwechsel (51.). Note: 4.

Ihlas Bebou (bis 84.): Musste im ersten Durchgang Baumanns lange Bälle festmachen. Dadurch zu häufig mit dem Rücken zum Tor. Nach dem Wiederbeginn als rechter Wingback unterwegs. Kam über gute Ansätze jedoch nicht hinaus. Note: 3,5.

Andrej Kramaric: Bewegte sich immer wieder in gute Schusspositionen, blieb aber glücklos im Abschluss. Hätte gerade zu Beginn der zweiten Hälfte den Ausgleich erzielen müssen (49./51.). Legte wenig später immerhin das 1:1 auf (54.). Note: 4.

Chris Richards (ab 46.): Rückte beim Comeback auf seine linke Position als Innenverteidiger. Blieb solide, wurde auf der halblinken Seite aber nicht so gefordert wie seine Kollegen gegen Asano. Note: 3,5.

Georginio Rutter (ab 46.): Sehr fleißig nach Einwechslung, aber ebenfalls glücklos: Sowohl bei seinem Faller vor dem 1:2 als auch bei seiner Großchance kurz vor Schluss, die Gamboa vereitelte (87.). Note: 4.

Dennis Geiger (ab 71.): Ohne Bewertung.

Jacob Bruun Larsen (ab 84.): Ohne Bewertung.

Sebastian Rudy (ab 84.): Ohne Bewertung.

Stenogramm

TSG Hoffenheim – VfL Bochum 1:2 (0:1)

Tore: 0:1 Takuma Asano (28.), 1:1 David Raum (54.), 1:2 Takuma Asano (59.)

TSG: Baumann (3,5) – Akpoguma (5) (46. Richards (3,5)), Grillitsch (5), Vogt (4) – Kaderabek (4,5) (46. Rutter (4)), Samassékou (3) (84. Rudy), Stiller (4) (71. Geiger), Raum (2,5) – Baumgartner (4) – Bebou (3,5) (84. Bruun Larsen), Kramaric (4)

BOC: Riemann – Gamboa (88. Bockhorn), Masovic, Leitsch, Danilo Soares – Losilla, Stafylidis (74. Osterhage) – Pantovic (61. Holtmann), Rexhbecaj, Asano (88. Bonga) – Polter

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