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Zehn Hoffenheimer erkämpfen einen Punkt in Düsseldorf

Am 30. Spieltag der Fußball-Bundesliga war die TSG Hoffenheim bei Fortuna Düsseldorf zu Gast. Während die Kraichgauer mit zwei Siegen in Folge im Rücken nach Düsseldorf reisten, mussten die Gastgeber nach der 0:5-Niederlage in München wieder punkten im engen Kampf um den Klassenerhalt.

Bei der TSG starteten zunächst Hübner und Bicakcic für Bogarde und Bruun Larsen. Düsseldorf-Coach Uwe Rösler schickte gleich vier neue Spieler ins Rennen. So spielten Suttner, Ayhan, Hennings und Berisha für Skrzybski, Jörgensen, Morales und Gießelmann von Beginn an. Außerdem kehrten mit Kramaric bei der TSG und Kownacki auf Düsseldorfer Seite bei beiden Teams jeweils ein Spieler nach längerer Verletzungspause zurück ins Aufgebot.

Hektische Anfangsphase mit zwei Treffer, einem Platzverweis und VAR

Die Partie war gerade einmal fünf Minuten alt, als Düsseldorfs Rouwen Hennings den Ball zum ersten Mal im Tor der Hoffenheimer unterbrachte. Der Stürmer verwandelte eine Flanke von Stöger per Kopf zur Düsseldorfer Führung. Keine weiteren fünf Minuten später sollte die Lage für die Gastgeber sogar noch aussichtsreicher werden. Bei einem Hoffenheimer Eckball traf Gäste-Kapitän Hübner Ayhan mit dem Ellenbogen im Gesicht. Ohne sich die Szene nochmal anzusehen entschied Referee Storks auf Tätlichkeit und damit glatt Rot – eine äußerst Harte Entscheidung.

Hoffenheim zeigte sich zunächst wenig beeindruckt und glich in der 16. Minute nach einem Freistoß die Partie aus. Skovs Hereingabe landete zunächst auf dem Fuß von Posch, der allerdings an Kastenmeier im Tor der Düsseldorfer scheiterte. Gegen den Nachschuss von Munas Dabbur war dieser allerdings machtlos. Doch nur zwei Minuten landete der Ball wieder auf der anderen Seite im Tor. Hennings traf nach einer Flanke von links zum zweiten Mal das Tor. Jedoch wurde der Treffer durch den VAR aberkannt, da Posch unmittelbar zuvor von Karaman gefoult wurde.

Anschließend übernahm Düsseldorf komplett die Kontrolle über das Spiel, schnürte die Hoffenheimer in der eigenen Hälfte ein und hatte zur Pause bereits 70% Ballbesitz. Immer wieder versuchten die Gastgeber, überwiegend mit Flanken, im Strafraum Hennings zu finden. Wirklich gefährlich wurde es allerdings nur in der 30. Minute, als TSG-Keeper Baumann einen Schuss von Berisha über die Latte lenkte. Auch wenn die Aktion wegen Abseits abgepfiffen wurde, eine überragende Parade von Hoffenheims Nummer eins.

Munas Dabbur erzielt das zwischenzeitliche 1:1 (Foto:MARIUS BECKER/POOL/AFP via Getty Images)

Hoffenheim verpasst das kleine Wunder

Nach der Pause spielte Hoffenheim plötzlich wieder voll mit. Nach nur vier Minuten lief Robert Skov allein auf das Düsseldorfer Tor zu und vergab die riesige Möglichkeit, um Hoffenheim in Führung zu bringen. Es entwickelte sich auf einmal ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die TSG mehr Spielanteile gewann und in der 61. Minute den Treffer erzielte. Skov bediente von der linken Seite pfannenfertig für Steven Zuber, der den Ball mit Übersicht im Tor unterbrachte und das Spiel drehte.

In der Folge machte sich allerdings immer mehr bemerkbar, dass die Hoffenheimer die Partie seit der neunten Spielminute in Unterzahl bestritten. So verloren die Gäste immer mehr die Kontrolle und konnten sich kaum noch aus der eigenen Hälfte befreien. In der 75. Spielminute brachte Havard Nordtveit schließlich Thommy im eigenen Strafraum zu Fall und verursachte damit bereits den achten Elfmeter gegen die TSG in dieser Saison. Hennings ließ sich diese Chance nicht entgehen und schoss sich und sein Team ein zweites Mal auf die Anzeigetafel.

Rouwen Hennings trifft vom Punkt (Foto: MARIUS BECKER/POOL/AFP via Getty Images)

Zwei verlorene Punkte für Düsseldorf, ein gewonnener für Hoffenheim

In der Schlussviertelstunde verteidigte die TSG schließlich leidenschaftlich mit allen Mitteln das Unentschieden und somit endete die Partie mit zwei zu zwei. Ein Punkt, der beiden Teams zwar kaum weiterhilft, aber mit dem die TSG auf Grund des Spielverlaufes deutlich besser leben können wird. Nach der zwischenzeitlichen Führung war die Chance zum Sieg zwar zum Greifen nah, aber letztendlich war der frühe Platzverweis gegen Benjamin Hübner doch zu schwerwiegend.

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