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Vorschau: Das Baden-D…uell

Mit dem spannenden 3:2-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt konnten die Männer der TSG Hoffenheim den dritten Sieg in Folge einfahren. So hat man sich pünktlich zum bevorstehenden Top-Spiel eine kleine Serie aufgebaut. Am Samstag geht es bei der vorletzten Aufwärtsfahrt der Hinrunde nämlich zum SC Freiburg (15:30 Uhr / Sky). Gemeinsam mit Patrick Röttele vom Spodcast Freiburg haben wir das Baden-Duell genauer unter die Lupe genommen.

Das formstärkste Land in Deutschlands Gau’n?

Für den SC Freiburg könnte es in dieser Spielzeit kaum besser laufen. War man bis zum elften Spieltag sogar noch als einzige Bundesliga-Mannschaft ungeschlagen, lässt sich die jetzige Bilanz ebenfalls sehen. Mit 25 Punkten und nur 13 Gegentoren (Ligabestwert) stehen die Breisgauer aktuell auf dem vierten Tabellenplatz. Zuletzt überrollte man darüber hinaus auch noch Borussia Mönchengladbach auswärts mit 6:0 und stellte dabei gleich drei neue Bundesliga-Rekorde auf.

Auch für SC-Experte Patrick ist der aktuelle Stand kaum zu fassen, dennoch ist die Entwicklung für ihn ein Stück weit logisch: „Man spielt jetzt die dritte Saison in Folge ohne akute Abstiegssorgen. Außerdem gab es im letzten Sommer nur einen Abgang aus dem Stamm, Santamaria konnte aber sofort mit Eggestein ersetzt werden. Der Kern ist zusammengeblieben, große Teile dieses Kerns ja schon seit mehreren Jahren. Die Ergänzungen haben dazu außergewöhnlich schnell funktioniert.“

Und auch im Kraichgau ist die Entwicklung in den letzten Wochen mehr als positiv. Obwohl die Elf von Trainer Sebastian Hoeneß bis zum zwölften Spieltag noch auf dem zehnten Tabellenplatz stand, verweilt man mittlerweile seit drei Spielen auf dem fünften Platz – nur ein Punkt hinter den Freiburgern. Grund dafür waren drei mehr oder weniger überraschende Siege gegen RB Leipzig, Greuther Fürth und Eintracht Frankfurt.

„Wird eng, aber könnte reichen“

Personell läuft in den Reihen der TSG nach wie vor nicht alles nach Plan. Nach wie vor werden Ermin Bicakcic, Robert Skov, Jacob Bruun Larsen und Dennis Geiger fehlen. Krankheitsbedingt wird Marco John ebenfalls ausfallen, der Einsatz von Florian Grillitsch ist laut seinem Coach fraglich. Auf der Pressekonferenz vor dem Duell schätzte Hoeneß‘ seine Lage wie folgt ein: „Wird eng bis zum Wochenende, aber es könnte reichen.“

Zwei positive Nachrichten konnten auf der PK dennoch überbracht werden: Ex-Freiburger und seit sieben Jahren Stammkeeper Oliver Baumann verlängerte seinen Vertrag vorläufig bis 2024. Zudem gab Hoeneß an, dass Andrej Kramaric nach Fortschritten im Training möglicherweise ein Startelf-Kandidat für Samstag wäre. Selbiges gilt für Benjamin Hübner.

Freiburgs Trainer Christian Streich kann hingegen fast aus dem Vollen schöpfen. Ausfallen werden lediglich Yannik Keitel nach einem Kreuzbandriss sowie Ex-Hoffenheimer Jonathan Schmid nach einer Corona-Infektion.

Effizienz gegen Effizienz

Was die Südbadener zuletzt vor allem auszeichnete, war ihre Effektivität. Beim Kantersieg in Mönchengladbach, zählten die Borussen sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang sogar mehr Torschüsse. Viermal netzte Freiburg allein durch Standards. Die Streich-Elf besticht im Allgemeinen durch eine herausragende Defensive, die es ermöglicht, auch knappere Spiele zu ihren Gunsten zu entscheiden. Vorm letzten Sonntag erlebte man bei drei Niederlagen gegen den FC Bayern, Frankfurt und Bochum erstmals eine kleine Pechsträhne in der laufenden Saison. Umso wichtiger war das Signal im Borussia Park.

Gefährlich wurde es gegen Gladbach vor allem nach ruhenden Bällen: Lienhart beim dem 3:0 in der 12. Minute (Foto: Getty Images).

Auch Patrick gibt zu verstehen, dass beim SC trotz der starken Ausbeute, nicht alles rund läuft: „Trotz der starken persönlichen Entwicklung von Lucas Höler, der konstant guten Leistungen von Vincenzo Grifo und dem Senkrechtstart von Kevin Schade: im letzten Drittel ist noch ordentlich Luft nach oben. Man darf sich hier nicht vom 6:0 in Mönchengladbach täuschen lassen, in dem die Chancenverwertung außergewöhnlich war. Außerdem tut man sich noch immer schwer, wenn der Gegner den „linken Anker“ aus Günter und Grifo aus dem Spiel nimmt.“

Die Freiburger Spielweise stellt sich also recht konträr zur Hoffenheimer dar. Die Erfolge der Nordbadener erfolgten in den letzten Wochen vor allem dann, wenn man sich mehr auf die Offensive fokussierte und das Risiko einging, dafür auch den einen oder anderen Treffer mehr zu kassieren. Das zeigen alleine schon die letzten beiden Ergebnisse: 6:3 und 3:2. Und trotzdem war auch die TSG am letzten Wochenende gegen Frankfurt nach vorne effizient. Das Duell des auf Absicherung ausgelegten, effektiven SC gegen die auf Offensiv-Power fokussierte, effektive TSG könnte also durchaus spannend werden. Und zwar nicht nur geographisch, oder tabellarisch – sondern auch spielerisch.

So könnten sie spielen

SCF: Flekken – Kübler, Lienhart, Nico Schlotterbeck, Günter – Eggestein, Höfler – Schade, Grifo – Demirovic, Höler

TSG: Baumann – Posch, Vogt, Richards – Akpoguma, Stiller, Sammasékou, Raum – Kramaric – Bebou, Rutter

Tipp Patrick: 4:2 Tipp Hoffenews: 2:2

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Jakob ist seit Oktober 2019 Teil von Hoffenews und als Redakteur für die redaktionellen Inhalte von hoffenews.de sowie den Social-Media-Auftritt zuständig. Zudem ist er als freier Mitarbeiter der Sportredaktion der Rhein-Neckar-Zeitung tätig und begleitet als Blinden- und Fanradioreporter die Spiele des SV Sandhausen. Wer tagtäglich seine semi-lustigen Wortspiele und Einfälle verfolgen will, findet ihn auf Twitter unter @deruebeltaeter.

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Jakob Uebel
Jakob ist seit Oktober 2019 Teil von Hoffenews und als Redakteur für die redaktionellen Inhalte von hoffenews.de sowie den Social-Media-Auftritt zuständig. Zudem ist er als freier Mitarbeiter der Sportredaktion der Rhein-Neckar-Zeitung tätig und begleitet als Blinden- und Fanradioreporter die Spiele des SV Sandhausen. Wer tagtäglich seine semi-lustigen Wortspiele und Einfälle verfolgen will, findet ihn auf Twitter unter @deruebeltaeter.

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