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TSG und Rudy gehen wohl getrennte Wege

Noch vor wenigen Monaten schien die Situation um Sebastian Rudy klar zu sein: Nach zwei enttäuschenden Jahren in München und Gelsenkirchen konnte er bei der TSG endlich wieder zu alter Stärke zurückfinden und sich bei seinem alten, neuen Verein als Stammkraft etablieren. Folglich würde Hoffenheim die im Leihvertrag verankerte Kaufoption ziehen und den einst verlorenen Sohn wieder fest verpflichten. Doch nun kommt offenbar alles anders.

Sebastian Rudy ist zweifellos die Identifikationsfigur im aktuellen Kader der TSG Hoffenheim. Er erlebte nahezu alle Höhen und Tiefen des Vereins mit und prägte einen Großteil der Hoffenheimer Bundesliga-Historie, zeitweise sogar als Spielführer. Im Jahr 2017, als es sowohl für die TSG als auch für Rudy persönlich besser lief als je zu vor, erfüllte er sich mit dem Wechsel zum FC Bayern einen Lebenstraum.

Rudy vom Pech verfolgt

Mit regelmäßigen Einsätzen und guten Leistungen im Bayern-Dress brachte Rudy viele Kritiker zunächst zum Schweigen. Doch nachdem Kovac bei den Münchnern das Trainer-Amt übernahm, waren Rudys Tage bei Bayern schnell gezählt und es folgte im darauffolgenden Sommer der Wechsel zu Schalke 04. Doch auch bei Königsblau blieb Rudy meist nur ein Platz auf der Ersatzbank und so verlor er in der Zwischenzeit auch noch seinen Platz im DFB-Kader, den er sich noch bei der TSG erarbeitet hatte.

Es sah alles danach aus, als hätte Rudy mit dem Wechsel nach München seine Karriere verspielt. Einigermaßen unerwartet wechselte er im vergangenen Sommer dann jedoch auf Leihbasis zurück zu 1899 Hoffenheim. Ein Wechsel, der für alle Beteiligten äußerst sinnvoll war. Die TSG hatte nicht nur hochkarätige Abgänge zu kompensieren, sondern auch mit einigen Verletzungssorgen zu kämpfen. Die perfekte Lösung hieß Sebastian Rudy.

Happy End vom Tisch?

Im Kraichgau fand der Mittelfeldmann endlich wieder zurück zu der Form, die er seit seinem Wechsel im Jahr 2017 vermissen ließ. Rudy profitierte vom Spielsystem der TSG und wurde unter Schreuder auf Anhieb zum Stammspieler. Der Trainer betonte deshalb mehrfach, seine Nummer 16 über den Sommer hinaus behalten zu wollen. Auch Rudy liebäugelte bereits damit, seine Karriere bei der TSG zu beenden. Schließlich stieg er in diesem Jahr sogar zum Rekordspieler des Vereins auf.

Dem Kicker zufolge wird dies allerdings nicht passieren. Die Verantwortlichen der TSG sollen sich angeblich bereits gegen eine Verpflichtung Rudys entschieden haben. Eine Entscheidung, die wohl in erster Linie mit der Philosophie des Vereins zu begründen ist. Die Hoffenheimer Transferpolitik besteht vorrangig daraus Talente zu verpflichten, auszubilden und für eine hohe Ablösesumme weiterzuverkaufen. Der 30-jährige Rudy passt laut dem Bericht aufgrund seines hohen Gehalts nicht in dieses Konzept und auch sein Status im Verein scheint nichts an dieser Tatsache zu ändern. Zudem ist Kaufoption in Höhe von fünf Millionen Euro durch die veränderte Marktlage aufgrund der Corona-Pandemie für die TSG trotz möglichen Nachverhandlungen offenbar zu hoch.

Auch wenn noch nichts offiziell entschieden ist, spricht aktuell sehr vieles dafür, dass die TSG die Kaufoption für ihren Rekordspieler nicht ziehen wird und Rudys Kapitel im Kraichgau damit wohl endgültig beendet ist. Wie es danach für „Seppi“ weitergeht, bleibt abzuwarten.

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