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Rosen fühlt sich durch Coronakrise bestätigt: „Wollten mit Bedacht und Augenmaß wirtschaften“

TSG-Sportdirektor Alexander Rosen hat sich zu der aktuellen Krise der Bundesliga aufgrund der Corona-Pandemie geäußert. Dabei schloss er sich der Meinung von DFL-Boss Christian Seifert an, der zuletzt betonte, die Saison zu Ende spielen zu wollen. So stünden bei einem vorzeitigen Abbruch der Liga einige Klubs vor gravierenden wirtschaftlichen Problemen.

„Wir müssen nicht drum herumreden: Es geht hier tatsächlich um die Zukunft und um die Existenz der Bundesliga“, sagte Rosen am Mittwoch in einem Interview mit dem TV-Sender Sky. Der Manager betonte, dass durch die noch ausstehende Rate der TV-Gelder die Bundesliga-Klubs in Schwierigkeiten geraten könnten. „Und in der 2. Liga noch einige mehr“, fügte Rosen hinzu.

Hoffenheim dank hoher Transfereinnahmen „mit langem Atem“

Hoffenheim ist dabei durch die hohen Transfereinnahmen im vergangenen Sommer gut auf die Krise vorbereitet. Rosen, der zuletzt erklärte, der Klub habe einen „langen Atem“, fühlt sich dadurch in seiner zurückhaltenden Transferpolitik bestätigt.

„Ich erinnere viele Kommentare, dass man mehr Geld investieren müsse nach diesem Rekordsommer. Wir wollten besonnen, mit wirtschaftlicher Bedacht und mit Augenmaß wirtschaften, um uns vorzubereiten auf Zeiten, in denen es vielleicht mal nicht so läuft“, sagte der 40-Jährige.

Zu sehr wollte Rosen jedoch nicht in Eigenlob verfallen. Schließlich sei die Coronakrise für niemanden vorhersehbar gewesen. Trotzdem stehe die TSG nun besser da als die Konkurrenz, die zum Teil „auf null wirtschaftet“, wie der gebürtige Augsburger sagt.

Alexander Rosen: „Ist schwer, über zwei, drei, vier Jahre im Voraus zu planen“

Dabei machte Rosen jedoch niemanden einen Vorwurf. So sei das Ziel der Bundesligaklubs nicht die Gewinnmaximierung. Stattdessen gelte es, „die Balance zu halten von einer schlagkräftigen Truppe und gleichzeitig nachhaltigem Wirtschaften“. Rosen führte aus: „Es ist schwer, über zwei, drei, vier Jahre im Voraus zu planen, weil du immer von der sportlichen Situation abhängig bist.“

In den vergangenen Jahren gelang Rosen dieser Spagat jedoch sehr gut. Auch durch die Transferpolitik des Direktors erwirtschaftete Hoffenheim in den vergangenen Jahren einen Rekordgewinn nach dem anderen. So kann sich der Klub aus Nordbaden derzeit trotz der Corona-Pandemie gut über Wasser halten und unterstützt sogar mit einem Hilfsfonds Unternehmen und Vereine in der Region.

Teile des Topfes kommen dabei unter anderem aus einem gemeinsamen Gehaltsverzicht der Profi-Mannschaft, des Trainerteams und der Geschäftsführung sowie der Direktoren der TSG. Dieser wurde am vergangenen Dienstag beschlossen. Über die genaue Höhe des Verzichts machte der Klub keine Angaben.

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Louis ist seit August 2019 Teil von Hoffenews und als Redakteur für die redaktionellen Inhalte von hoffenews.de sowie den Social-Media-Auftritt zuständig. Neben seinem Studium schreibt er für die Onlineportale Goal und Spox. Zudem begleitet Louis als Blinden- und Fanradioreporter ehrenamtlich die Spiele des SV Sandhausen.

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Louis Loeser
Louis ist seit August 2019 Teil von Hoffenews und als Redakteur für die redaktionellen Inhalte von hoffenews.de sowie den Social-Media-Auftritt zuständig. Neben seinem Studium schreibt er für die Onlineportale Goal und Spox. Zudem begleitet Louis als Blinden- und Fanradioreporter ehrenamtlich die Spiele des SV Sandhausen.

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