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„Eine unnötige Niederlage“ – Hoeneß‘ erster Ausrutscher

Für die TSG Hoffenheim verlief die Saison bislang mehr als perfekt. Nach dem Auftaktsieg in Köln gelang es dem Team von Sebastian Hoeneß am zweiten Spieltag tatsächlich den FC Bayern München zu besiegen. Und das nicht nur irgendwie. Mit 4:1 schoss man die Münchner aus dem eigenen Stadion und das, auch in der Höhe, hochverdient.

Dennoch warnte der Hoffenheimer Trainer vor der Partie in Frankfurt vor zu viel Übermut. So erklärte er, „man [müsse] sich alles immer wieder neu erarbeiten“ und so galt für den 38-Jährigen, den Erfolg über Bayern München mit einem Sieg bei den Adlern zu veredeln. Eine naturgemäß schwere Aufgabe für die Kraichgauer, die die letzten vier Spiele gegen die Eintracht allesamt verloren.

Trotz des Sieges gegen den amtierenden „Triple“-Sieger aus München standen die Zeichen im Vorfeld der Partie für die TSG nicht unbedingt besser. So musste das Team nicht nur den Ausfall von Ermin Bicakcic verkraften. Auch Diadie Samassekou, der im Spiel gegen die Bayern überragte, stand verletzungsbedingt nicht im Kader. Sie wurden durch Florian Grillitsch und Robert Skov ersetzt. Kevin Akpoguma rückte also in die linke Innenverteidigung. Skov und Kaderabek bearbeiteten die Außenbahnen im Spiel der TSG.

Unaufhaltsamer Kramaric trifft zur Führung

Die Heim-Mannschaft erwischte den besseren Start in die Partie und gab in der ersten Viertelstunde bereits mehrere Warnschüsse ab. Dann aber gingen die Gäste in Führung. In der 18. Minute tauchte Kramaric im Sechzehner auf. Obwohl er gleich zwei Gegenspieler vor sich hatte, zog der aktuelle Top-Torjäger der Bundesliga mit links ab. Die Wahrscheinlichkeit aus dieser Position ein Tor zu erzielen, lag bei gerade einmal vier Prozent. Dennoch versenkte der Kroate den Ball mit Links im Torwinkel und brachte damit sein Team in Front.

Im Moment in überragender Form: Andrej Kramaric glückte in Frankfurt bereits sein sechster Saisontreffer. (Foto: imago)

In der Folge übernahm das Team von Sebastian Hoeneß das Spielgeschehen, ohne dabei die ganz große Torgefahr auszustrahlen. Zwar zeigten die Gäste immer wieder in Ansätzen, wohin die Reise gehen sollte, doch in den entscheidenden Situationen mangelte es hier und da an Genauigkeit, sowie am nötigen Spielglück. Und so ging es mit einer knappen, aber verdienten 0:1-Führung in die Halbzeitpause.

TSG verschläft den zweiten Durchgang erneut

Wie auch schon im ersten Saisonspiel gegen Köln kam die TSG im zweiten Durchgang nicht gut in die Partie. In erster Linie, weil die Eintacht „eine wuchtige Art und Weise an den Tag gelegt hat“, wie TSG-Coach Hoeneß auf der Pressekonferenz feststellte. Diese führte in der 54. Minute schließlich zum verdienten Ausgleich für die Adler. Bas Dost tauchte nach einer Hereingabe plötzlich völlig frei im Hoffenheimer Strafraum auf. Anschließend behielt er die Übersicht und legte für Kamada quer, der aus kurzer Distanz einschob.

Plötzlich war es ein ausgeglichenes Spiel, in dem die Gastgeber allerdings den zielstrebigeren Eindruck machten. Zählbares kam für die Frankfurter dann schließlich in der 71. Minute heraus. Der Torschütze zum 1:1 fand in der Mitte Andre Silva. Nach kurzem „Gestocher“ landete der Ball plötzlich vor den Füßen von Dost, der die Partie für die Eintracht drehte.

Dosts Treffer zum 2:1. (Foto: imago)

Daraufhin versuchten die Hoffenheimer alles, um die erste Saisonniederlage abzuwenden. In der ersten Minute der Nachspielzeit vergab Kramaric mit einem Schuss aus 20 Metern allerdings die letzte Chance auf den Ausgleich und so stand am Ende die erste Niederlage für Sebastian Hoeneß als Trainer der TSG.

Sieg gegen Bayern nicht gekrönt

Eine „unnötige Niederlage“, wie gleich mehrere Hoffenheim-Akteure im Anschluss an die Partie feststellten. Damit schaffte es die TSG nicht den Sieg gegen Bayern entsprechend zu veredeln und muss sich vor allem vorwerfen lassen wieder nicht mit der nötigen Präsenz aus der Kabine gekommen zu sein. Somit gab die TSG nicht nur die Führung aus der Hand, sondern damit auch Platz eins in der Tabelle.

Nach der Länderspielpause, in der 14 Hoffenheimer für ihre Nationen spielen werden, geht es in der heimischen PreZero-Arena gegen Borussia Dortmund. Frankfurt trifft am vierten Spieltag auf den 1.FC Köln.

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