Bundesliga

Die Sorgenfalten werden größer – TSG verliert in Nürnberg mit 2:4

Keiner hat erwartet, dass das gestern in Nürnberg ein Spaziergang wird. Niemand ging davon aus, dass die TSG die Franken wie vergleichsweise vor einigen Wochen den VfB aus dem eigenen Stadion zaubern wird. Was wir jedoch gestern geboten bekommen haben, war selbst für meinen Geschmack erschreckend. War ich vor dem Spiel noch davon überzeugt, dass in der Mannschaft noch Leben steckt (und davon konnte man nach den jeweils zweiten Halbzeiten gegen Wolfsburg und Leverkusen ausgehen), zeigte ich die Babbel Elf gestern in einem grausamen Zustand. … Wobei … Ist das eigentlich noch die Elf von Markus Babbel? Doch alles der Reihe nach.

Der Coach überraschte sich den einen oder anderen mit der Personalie Schipplock im Sturm. Nicht als zusätzliche Spitze, sondern als einzigen Stoßstürmer. Sieht man einmal von seinem Tor zum 1:1 (oh Wunder!) ab, war bis zu seiner Auswechslung in der zweiten Halbzeit auch nicht wirklich viel von ihm zu sehen.

Als es in der sechsten Minute den ersten Freistoß von links außen gab, war ich schon sicher das es gleich 1:0 stehen würde. Wie ein solcher Ball überhaupt ins Tor findet, dürften sich Torwart und Abwehrverbund dann selbst fragen. Mit diesem frühen Gegentor war die Messe mal wieder gelesen. In einem Zustand wie die TSG gerade ist, kommt man nach einem solchen „Und täglich grüßt das Murmeltier“ Erlebnis nicht mehr auf die Beine.

Dank eines Dauerläufers Kevin Volland und einer Kette von Fehlern der Nürnberger Hintermannschaft, kamen wir wie durch ein Wunder doch zum 1:1 durch Schippo. Aber auch dieser Spielstand führte nicht dazu, dass die Mannschaft ein Spielsystem an den Tag legen konnte, welches dem Zuschauer das Gefühl vermitteln konnte … Heute geht was. Es war kurz vor Ende der ersten Halbzeit der nächste ruhende Bald der zum 2:1 führte. Toller Freist0ß den Koen an die Latte lenken konnte, aber Mauer weilte noch im Tal der träume als Nilson konsequenter als Nilson zum Ball geht und das 2:1 erzielte.

Letzter Strohhalm! Nach der Pause legt die TSG immer einen Zahn zu. Gestern Fehlanzeige ! Der eingewechselte Usami (für Delpierre) war zwar eine Bereicherung, doch eine Mannschaft funktioniert eben nur dann wenn ALLE mitspielen. Gestern war es dann Marvin Compper der sich eine geistige Auszeit nahm und dem Nürnberger Polter das 3:1 auf dem Silbertablett präsentierte. Der Rest ist schnell erzählt. Sali macht per Elfer noch das 3:2 doch als Kiotake sich gegen 4 Hoffenheimer am Strafraum durchsetzen kann und Koen zu weit vor seinem Tor steht und er so hübsch zum 4:2 einnetzen kann, schwinden überall die Hoffnungen.

Wie nun weiter? Ich zweifle noch immer nicht an den Kompetenzen von Markus Babbel, aber wenn eine Mannschaft nicht mehr will (und der Blick nach Wolfsburg zeigt dies), dann hat es jeder Trainer sehr schwer. Es stimmt zwischen den Spielern nicht und es stimmt im Kollektiv Spieler – Umfeld nicht! Wer sich ein wenig mit Fußball auskennt, der braucht keine Glaskugel um erahnen zu können, dass wir im Januar beim Harder13 Cup wohl nicht mit Markus Babbel auflaufen werden. Schade !

 

 

 

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Marco Ripanti
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