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Alfred Schreuder über Werder-Leihe: „Kevin Vogt ist kein Spieler für die Bank“

Trainer Alfred Schreuder von der TSG Hoffenheim hat während der Corona-Zwangspause über seinen ehemaligen Kapitän Kevin Vogt und dessen Leihe bei Werder Bremen gesprochen. Dabei betonte der Niederländer, dass er weiterhin von seiner Entscheidung, Vogt auf die Bank zu setzen, überzeugt sei. Ob der 28-Jährige künftig wieder für die Kraichgauer auflaufen wird, ließ er derweil offen.

Nachdem Vogt unter Julian Nagelsmann unverzichtbarer Stammspieler und eine Säule im Hoffenheimer Spiel gewesen war, ließ ihn Trainer Alfred Schreuder in den letzten vier Spielen der Hinrunde außen vor. Der Innenverteidiger trat infolge kurz vor Weihnachten als Kapitän der Nordbadener zurück und wechselte im Januar leihweise für ein halbes Jahr nach Bremen. Seine Entscheidung begründete Vogt damals mit einem Vertrauensbruch mit Schreuder.

Schreuder über Vogt-Degradierung: „War von der Entscheidung überzeugt“

Der Trainer ist dennoch damit zufrieden, wie der Wechsel über die Bühne lief. „Wir sind damit sehr professionell umgegangen und haben immer offen alles kommuniziert, auch mit dem Spieler persönlich. So war es konsequent, dass er wechselt, um wieder zu spielen. Denn Kevin Vogt ist mit seinen Qualitäten kein Spieler für die Bank“, erklärte Schreuder in einem Interview mit dem Fachmagazin kicker.

Dass die Degradierung des Kapitäns intern für Unruhe sorgen könnte, war dem 47-Jährigen bei seiner Entscheidung bewusst. Er betonte: „Dennoch war ich von der Entscheidung überzeugt und deshalb auch nicht unruhig. Nervös werde ich eher, wenn wichtige Spieler angeschlagen oder verletzt sind wie etwa Andrej Kramaric mehrmals in dieser Saison. Dann habe ich mehr Stress.“

Foto: Stuart Franklin/Bongarts/Getty Images

Schreuder mit Vogts Auftritten in Bremen zufrieden: „Zeigt gute Leistungen“

„Auch Kevin ist danach gut damit umgegangen und war offen und ehrlich zu uns und dem Verein. Er wollte unbedingt spielen, das habe ich auch respektiert. Ich bin auch froh, dass er in Bremen wieder spielt. Er zeigt gute Leistungen“, führte Schreuder aus. Mit der Entscheidung habe er sich zudem nicht profilieren wollen. „Geht es gut, ist es auch gut für den Trainer. Aber ich glaube nicht, dass ich mich auf eine solche Art dem Verein beweisen muss“, sagte der ehemalige Sechser.

Darüber hinaus habe er sich zuvor mit verschiedenen Verantwortlichen abgesprochen. Schreuder erklärte: „Über diese Dinge bin ich im permanenten Austausch mit Manager Alexander Rosen. Auch mit den Co-Trainern und anderen Leuten, die mir wichtig sind. Deren Einschätzungen fließen mit ein, eine solche Entscheidung ist kein Alleingang, aber am Ende muss ich sie treffen.“

Da Werder über keine Kaufoption für den gebürtigen Wittener verfügt, wird Vogt im Sommer zunächst nach Hoffenheim zurückkehren. Ob er dort auch eine Zukunft hat, wollte Schreuder noch nicht sagen. „Kevin Vogt hat noch einen Vertrag über zwei Jahre und ist deshalb weiter Spieler der TSG Hoffenheim. Wir schauen nach der Saison, wie es weitergeht“, sagte der TSG-Coach.

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Louis ist seit August 2019 Teil von Hoffenews und als Chefredakteur für die redaktionellen Inhalte von hoffenews.de sowie den Social-Media-Auftritt zuständig. Als Werkstudent schreibt er zudem für das Onlineportal Goal.com (Teil von DAZN) und begleitet als Blinden- und Fanradioreporter die Spiele des SV Sandhausen.

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Louis Loeser
Louis ist seit August 2019 Teil von Hoffenews und als Chefredakteur für die redaktionellen Inhalte von hoffenews.de sowie den Social-Media-Auftritt zuständig. Als Werkstudent schreibt er zudem für das Onlineportal Goal.com (Teil von DAZN) und begleitet als Blinden- und Fanradioreporter die Spiele des SV Sandhausen.

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